Schirmherrin Dr. Eva-Maria Stange

Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Foto: Martin Förster

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Es ist für mich eine große Freude, dass nach 26 Jahren der Kongress der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren (IAML) wieder in Deutschland zu Gast ist. Die erwarteten 400 teilnehmenden BibliothekarInnen und MusikwissenschaftlerInnen arbeiten in den Musikabteilungen großer wissenschaftlichen Bibliotheken, Bibliotheken an Hochschulen und Konservatorien, Orchester- und Rundfunkbibliotheken, Musikarchiven und wissenschaftlichen Forschungsstätten sowie öffentlichen Bibliotheken in rund 30 Ländern. Gern habe ich für diesen hochrangigen Kongress die Schirmherrschaft übernommen.

Besonders freue ich mich, dass die internationalen Teilnehmer des Kongresses nach Sachsen und speziell nach Leipzig, in eine dynamische und facettenreiche Kulturstadt kommen. Leipzig ist als Gastgeberstadt prädestiniert. Mit ihrer reichen Geschichte und lebendigen Gegenwart ist sie von hoher Anziehungskraft bei Touristen und ein attraktiver Lebens- und Arbeitsort. Leipzig ist zugleich eine der wichtigsten europäischen Musikmetropolen, die eine eigene renommierte Musikszene besitzt und gleichzeitig immer wieder internationale Musiker und Musikerinnen anzieht. Neun Leipziger Musikerbe-Stätten sind 2018 mit dem europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden. Die Leipziger Notenspur, ein circa fünf Kilometer langer Spazierweg in der Leipziger Innenstadt mit 23 Stationen, verbindet die Musik-Erbestätten miteinander. Leipzig ist eine Stadt der Bildung mit einer traditionsreichen Universität, zahlreichen Hochschulen und vielfältigen Bibliotheken.

Hauptaustragungsort des IAML-Kongresses ist die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig (HMT), die älteste Musikhochschule Deutschlands. Das Hauptgebäude der HMT befindet sich zentral im sogenannten Musikviertel, in unmittelbarer Nachbarschaft anderer Hochschulen und Kultureinrichtungen. Die HMT Leipzig feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen. Von ihrer Gründung im Jahr 1843 an war sie eine Bildungsstätte mit internationaler Strahlkraft und Vorbildwirkung. Die Bibliothek der HMT ist eine der innovativsten und leistungsstärksten Musikhochschulbibliotheken Deutschlands. Für ihre konsequente Serviceorientierung und Innovationsfreude wurde sie im Jahr 2017 mit dem Sächsischen Bibliothekspreis ausgezeichnet.

Für die intensive Kommunikation während des Kongresses haben die Teilnehmer mit der gleichsam internationalen Sprache der Musik allerbeste Voraussetzungen. Wissenstransfer über geographische und institutionelle Grenzen hinweg ist heute eine Voraussetzung zur Schaffung und Stärkung wissenschaftlicher Infrastruktur.

Die Organisation des Kongresses fußt auf der erfolgreichen Kooperation im sächsischen Bibliothekswesen. Die Veranstaltungen sind gemeinschaftlich organisiert durch die HMT-Bibliothek, die Musikabteilung der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und weitere musikwissenschaftliche und bibliothekarische Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek Leipzig, das Bach-Archiv Leipzig, die Stadtbibliothek Leipzig und das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek. Mit dem Fachprogramm werden nicht zuletzt die Leistungsfähigkeit und Erfolge des sächsischen Bibliothekswesens, die Vielfalt der sächsischen Musiktradition und der Reichtum der hier bewahrten Quellenbestände thematisiert.

Der Kongress wird umrahmt von einem anspruchsvollen Kulturprogramm mit Konzerten in der HMT Leipzig, in der Stadtbibliothek Leipzig und dem Paulinum Leipzig. Das von meinem Ministerium geförderte Konzert „Katholische Kirchenmusik des Dresdner Hofs“ am 26. Juli 2018 im Paulinum verspricht ein musikalischer Höhepunkt zu werden.

Mein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam des Kongresses. Ich wünsche dem Kongress einen guten Verlauf, den Teilnehmern einen angenehmen Aufenthalt in Leipzig sowie einen angeregten und anregenden Austausch.

Dresden, im Juli 2018

 

Dr. Eva-Maria Stange

Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst

Schirmherr Burkhard Jung

Oberbürgermeister Burkhard Jung. Foto: Stadt Leipzig

Oberbürgermeister der Stadt Leipzig

 

Herzlich willkommen in Leipzig

Ihr Kongress ist in einer der schönsten Städte Deutschlands zu Gast, in einer Stadt mit großen Traditionen und lebendigster Gegenwart! Leipzig ist die Stadt der zweitältesten deutschen Universität, der ersten Tageszeitung der Welt, der Völkerschlacht 1813, der ersten Mustermesse der Welt, ist Gründungsort des Börsenvereins für den Deutschen Buchhandel, des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, des Deutschen Fußballbundes und – des ersten Konservatoriums. In Leipzig probt, lebt und musiziert eines der ältesten, heute weltbesten Orchester, das Gewandhausorchester, dessen Kapellmeister Felix Mendelssohn-Bartholdy Leipzigs Ruf als Musikstadt begründete. Ihm ist es zu verdanken, dass einer der Thomaskantoren, Johann Sebastian Bach, heute auf der ganzen Welt berühmt ist wie auch die älteste Leipziger Kultureinrichtung, der Thomanerchor. Ihm ist auch das älteste deutsche Konservatorium zu verdanken, die heute weltberühmte Hochschule für Musik und Theater mit ihrer jüngst ausgezeichneten Bibliothek. Das Deutsche Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek hat in Leipzig seinen Sitz. Einen in Deutschland einmaligen musikbibliothekarischen Service für sehbehinderte Menschen bietet die Deutsche Bücherei für Blinde hier in Leipzig. Im Leipziger Stadtgeschichtlichen Museum wird eine Haarlocke von Richard Wagner, eine von Bach unterschriebene Quittung und ein Dirigentenpult aufbewahrt, an dem sowohl Mendelssohn als auch Mozart gestanden haben.

 

Aber Traditionen allein sind noch kein Wert an sich. Sie müssen lebendig bleiben und stets aufs Neue bestätigt werden. Unsere städtische Aufgabe besteht in dem Erhalt, der Pflege und der Förderung all dieser der Magie der Musik verpflichteten Institutionen und Veranstaltungen. Ereignisse wie das Bachfest Leipzig und die Mendelssohn-Festtage des Gewandhauses dienen diesem Ziel ebenso wie die Digitalisierung der Bibliothek Carl F. Becker in unserer städtischen Musikbibliothek.

 

Gemessen an der Bevölkerungszahl gibt es in Leipzig eine überproportionale Dichte an Bibliotheken, Archiven, Museen und Sammlungen, die hochwertigste Bildung und Forschung garantieren. Ob es die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater oder das Musikinstrumentenmuseum sind, die Universitätsbibliothek oder die Musikbibliothek unserer Städtischen Bibliotheken, ob Bach-Archiv, Universitätsarchiv oder Stadtarchiv  – gemeinsam machen sie Leipzig zu einem der spannendsten kulturellen Zentren der bundesdeutschen Gegenwart. Sie werden darüber in den Kongresstagen mehr erfahren. Ich bin sicher, dass die Stadt Leipzig auch Sie begeistern wird und wünsche Ihnen wunderbare erfolgreiche Tage in Leipzig.

 

Burkhard Jung

Oberbürgermeister der Stadt Leipzig